Statt im Handbuch zu blättern, sieht der Mechaniker das exakte Anzugsdrehmoment am Bauteil, farblich markierte Reihenfolgen und Warnhinweise zu Dichtflächen direkt im Sichtfeld. KI prüft per Kamera, ob der richtige Steckschlüssel sitzt, bestätigt die Positionierung der Dichtung und protokolliert jeden Schritt mit Zeitstempel. Ein kurzer Vibrationston erinnert an die finale Sichtkontrolle, während das System automatisch die Auftragsdokumentation vervollständigt und die Qualitätsprüfung transparent unterstützt.
Zwischen Schalung und Stahl liegt das Tablet sicher in der Halterung, während die AR-Brille den Plan mit der Realität abgleicht. Abweichungen in der Bewehrungsführung werden farbig hervorgehoben, Maßketten erscheinen kontextbezogen, und die KI erkennt fehlende Abstandshalter. Statt hektischer Rückfragen per Funk werden Hinweise im Team geteilt, inklusive Fotos und Koordinaten. So sinken Nacharbeiten, die Taktplanung bleibt stabiler, und Verantwortung verteilt sich nachvollziehbar über alle Beteiligten.
AR muss alltagstauglich sein: Touch mit Handschuhen, robuste Gesten, klare Anzeigen bei Gegenlicht und verlässliches Tracking in staubiger Umgebung. Wichtig ist, Skepsis ernst zu nehmen, kurze Latenzen sicherzustellen und Offline-Fähigkeit einzuplanen. Schulungen sollten praxisnah sein, mit realen Teilen, echten Werkzeugen und deutlicher Zeitersparnis spürbar im ersten Einsatz. Wer Vorteile am eigenen Arbeitsplatz erlebt, übernimmt schnell Verantwortung und wird Multiplikator für Kolleginnen und Kollegen.
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